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Stadtführung Krakau
mit Christian Vogt

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Bischofspalast

Papstfenster, Johannes-Paul-II

Der 2. April 2005 ungefähr zwei Stunden vor Mitternacht: Die Totenglocke der Krakauer Marienkirche und die Sigismund-Glocke auf dem Wawelhügel läuten. Eine Botschaft hat Krakau soeben erreicht: Papst Johannes Paul II. lebt nicht mehr! Am Bischofspalast in Krakau, wo Johannes Paul II. so oft zu den Pilgern vom Papstfenster aus gesprochen hat, versammeln sich in dieser Nacht bis zu 40000 Menschen. Sie beten für ihren verstorbenen Papst, legen Blumen nieder und stellen Kerzen auf. Journalisten rennen mit Kameras in der Hand umher und senden bewegende Bilder aus Krakau in die ganze Welt.

Papst-Wiese, JP2-Generation

Ein paar Tage später in Krakau: Junge Leute nehmen an einem Marsch vom Marktplatz via Bischofspalast zur Blonia-Wiese teil. Auf dieser Papstwiese hat Johannes Paul II. mit den Krakauern viele Messen zelebriert. Und genau um 21:37 halten eine Millionen Menschen leuchtende Kerzen im Gedenken an den Papst hoch. Sie singen Karol Wojtylas Lieblingslied - das Barka-Lied - und rufen in den Wind: "Wir sind bei Dir, Johannes Paul II., jetzt und in Ewigkeit!"

Karol Wojtyla, sein Leben

Karol Wojtyla wurde in Wadowice unweit von Krakau geboren und wuchs in einer sehr religiösen, aber gleichzeitig tolleranten Familie auf. Johannes Paul II. war ein sehr begabter Poet und Schauspieler. In seiner Jugend musste er mehrere Schicksalsschläge hinnehmen: Zuerst der Tod der Mutter und des älteren Bruders. Dann der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Zu jener Zeit studierte Karol Wojtyla die Polnische Sprache an der Krakauer Jagiellonen-Universität und entschied, Priester zu werden. Der verstorbene Papst hatte die Fähigkeit wie auch das Charisma, Menschen zuzuhören, angemessene Worte zu finden und stets nach der direkten Beziehung zu den Gläubigen zu suchen. Sein Erbe sind die kath. Weltjugendtage und die so genannte JP2-Generation.

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