Entstehung von Nowa Huta, Stahlhütte
Im Jahre 1949 enteignete man in zwei Dörfern nahe Krakau die Bauern. Dank dessen verkündete die damalige Propaganda im gleichen Jahr den ersten Spatenstich für die Nowa-Huta-Arbeiterstadt, die erst für nur 100 000 Arbeiter konzipiert wurde. Etwas später begannen die Bauarbeiten am zukünftigen Hüttenwerks, das 1,5 Millionen Tonnen Stahl jährlich produzieren sollte. Heute ist die Hütte ein Teil des Konsortiums der Polnischen Stahlhütten und gehört dem indischen Stahlmagnaten Lakszmi Mithal (momentan leider von Innen nicht zu besichtigen). Noch in den 70ziger Jahren produzierte man dort 7 Mil. Tonnen Stahl. Damals waren hier 38000 Menschen beschäftigt! Nach 1989 unterlag das Kombinat zahlreichen Veränderungen.
Wanda-Erdhügel
Ein Andenken an uralte Zeiten ist ein stattliches Hügelgrab direkt an der Umzäunung des Kombinats. Dieses gilt als Grab der Prinzessin Wanda, der Tochter des Fürsten Krak, des legendären Stadtgründers. Um durch eine erzwungene Eheschließung keinem Ausländer die Herrschaft über Polen geben zu müssen, stürzte sie sich kopfüber in den Weichsel-Fluss, wodurch sie zum Symbol der Aufopferung für das Vaterland wurde.
Kirche von Nowa Huta: Arche des Herrn
Die 1977 geweihte "Arche des Herrn" - die Kirche der Mutter Gottes, der Königin von Polen verdankt ihre Entstehung in erster Linie dem späteren Heiligen Vater, Papst Johannes Paul II., damals Krakauer Erzbischof. Es ist eine Kirche von ungewöhnlicher Gestalt. Diese Kirche in Nowa Huta wurde in Form der Arche Noah entworfen, die auf dem Berg Arafat gestrandet ist.
